Research Day MS 2017:
Interdisziplinärer wissenschaftlichen Austausch als Grundlage für herausragende Wissenschaft

In den fünf Jahren seines Bestehens hat sich der von Novartis ausgerichtete Research Day Multiple Sklerose in der MS-Forschungs-Community fest etabliert. Fast 100 Experten folgten der Einladung des führenden Unternehmens in den Neurowissenschaften am 28. und 29. Januar 2017 nach Berlin. Erklärtes Ziel ist es, einen regen intra- und interdisziplinären Austausch zwischen „alten Hasen“ und Nachwuchswissenschaftlern zu fördern sowie jungen Wissenschaftlern eine Plattform zur Vorstellung ihrer Projekte zu bieten.

Blick über den Tellerrand in die Glücksforschung

In ihrer Begrüßungsrede bezeichnete Martina Gogeißl, Head Clinical Research Neuroscience, den Research Day als gute Plattform für junge Wissenschaftler. Prof. Mathias Mäurer, Würzburg, und Frau Prof. Luisa Klotz, Münster, führten durch insgesamt 11 Impulsvorträge sowie die Ausstellung von 40 Postern, die willkommenen Anlass für einen lebhaften wissenschaftlichen Diskurs boten. Den diesjährigen Gastvortrag bestritt Prof. Tobias Esch, Witten, der in seinem Vortrag einen Ausflug in die „Glücksforschung“ bot, die vor allem der Frage nachgeht, was eigentlich in unserem Gehirn passiert, wenn wir glücklich sind. Ein Thema, das sichtlich einige Reflexionen bei den Teilnehmern bewirkte und für große Resonanz sorgte.

Teilnehmer
7. Research Day Multiple Sklerose: Etwa 100 Vertreter der MS-Forschungs-Community und der angrenzenden Wissenschaften folgten der Einladung von Novartis nach Berlin.

Ausstellung
Die Poster-Ausstellung bot mit 40 Arbeiten einen willkommenen Anlass für den wissenschaftlichen Austausch.

Höhepunkt der Veranstaltung: Verleihung des Oppenheim-Förderpreises

Zum Abschluss des Research Day und zugleich als ‚Highlight‘ wurde der 7. Oppenheim-Förderpreis für Multiple Sklerose feierlich verliehen. Der mit insgesamt 100.000 Euro dotierte Preis wird seit 2010 jährlich in den Kategorien ‚Präklinik‘ und ‚Klinik‘ verliehen. Schwerpunkt ist die Unterstützung innovativer Forschungsprojekte junger Wissenschaftler im Bereich der Multiplen Sklerose und benachbarter Disziplinen. Bei der Vergabe des Preises hatte die achtköpfige Jury, bestehend aus fünf Beirats- und drei Kuratoriumsmitgliedern, keine leichte Wahl. Denn wie bereits in den Vorjahren waren herausragende Projekte aus der Grundlagenforschung sowie der anwendungsbezogenen Klinischen Forschung, der Therapieoptimierung und der Versorgungsforschung eingereicht worden.

Letztlich fiel die Entscheidung in der Kategorie Klinik auf Dr. Benjamin Schattling, Hamburg, und sein Forschungsprojekt „Axonaler Natriumeinstrom als Ursache der neuronalen Schädigung bei der Multiplen Sklerose“ und Dr. Sarah-Christin Staroßom, Berlin, für ihre Projektidee „Charakterisierung der dynamischen Expression und Rolle von Chitinase-like Proteinen bei der Remyelinisierung in Multipler Sklerose“. Die beiden Nachwuchsforscher, die ihre Projekte auch ausführlich vorstellten, bekamen ihren Preis von den Kuratoriums-Mitgliedern Prof. Dr. Dr. Sven Meuth, Münster, und PD Dr. Timo Grimmer, München, überreicht.

Preisträger
Die beiden Preisträger des 7. Oppenheim-Förderpreises für Multiple Sklerose: Dr. Sarah-Christin Staroßom, Charité-Universitätsmedizin Berlin, und Dr. Benjamin Schattling, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, mit den Mitgliedern des Kuratoriums PD Dr. Timo Grimmer (li.), Technische Universität München, und Prof. Sven G. Meuth (2. v. re), Universität Münster, sowie den Vertretern des Unternehmens Novartis Martina Gogeißl (re.), Head Clinical Research Neuroscience, Vera Giraud (4. v. re.), Medical Scientific Manager, Dr. Ute Simon (3. v. li.), Head Clinical Research, und Dipl. med. Anne-Kathrin Adloff (2. v. li.), Medical Scientific Manager.

Dass die Preisträger der vergangenen Jahre weiterhin engagiert ihre Forschung vorantreiben, bewiesen die zwei ehemaligen Preisträger Dr. Helena Radbruch, Berlin, und Dr. Markus Krumbholz, München, die über die Fortschritte ihrer Projekte berichteten.

Insgesamt bildete der Research Day MS auch in diesem Jahr als hochwissenschaftliche und gelungene Veranstaltung einen geeigneten Rahmen für einen gelungenen Austausch unter jungen Nachwuchsforschern.

Die Ausschreibung für den 8. Oppenheim-Förderpreis beginnt im März 2017. Die Unterlagen können ab Mitte März unter www.wissenschaftundms.de eingesehen werden.