Research Day MS 2016:
Experten und akademischer Nachwuchs im wissenschaftlichen Diskurs

Diesmal konnte in Berlin ein weiteres Jubiläum gefeiert werden. Beim 5. Research Day MS, der am 28. und 29. Januar 2016 stattfand, stand der wissenschaftliche Austausch von Spezialisten und dem akademischen Nachwuchs auch in diesem Jahr im Fokus. Insgesamt 100 Teilnehmer waren der Einladung der MSM-Gruppe (Medical Scientific Management) des Unternehmens Novartis nach Berlin gefolgt. Darüber hinaus wurden die Gewinner des Oppenheim-Förderpreises aus dem letzten Jahr in einem festlichen Rahmen geehrt. Der wahre Wert eines wissenschaftlichen Preises ergibt sich erst aus der Nachhaltigkeit und der Qualität der Einreichungen. Diese Feuertaufe hat der Oppenheim-Preis, der bereits zum 6. Mal verliehen wurde, mit Bravur überstanden. Zudem ist die Qualität wie auch die Zahl der jährlich eingereichten Projekte außerordentlich beeindruckend.

Preisverleihung
Anlässlich des Research Days MS stellten die Preisträger des Oppenheim-Förderpreises 2015 ihre prämierten Projekte vor und erhielten in feierlichem Rahmen ihre Preise überreicht. v.l.n.r.: Dr. Marc Brinkmann, ‎Leiter Klinische Forschung Neuroscience, Novartis, Dr. Ute Simon, Leiterin Klinische Forschung, Novartis, Dr. Thomas Welsh, MSM Klinische Forschung, Novartis, der Preisträger (Kategorie Präklinik) Dr. Klaus Lehmann-Horn, Technische Universität München, PD Dr. Timo Grimmer, Mitglied des Expertenkuratoriums, Technische Universität München, Dipl. med. Anne-Kathrin Adloff, MSM Klinische Forschung, Novartis, die Preisträgerin (Kategorie Klinik) Dr. Helena Radbruch, Charité Berlin, Prof. Lothar Färber, Medizinischer Direktor, Novartis, Prof. Sven Meuth, Mitglied des Expertenkuratoriums, Universität Münster, Prof. Dr. Hans-Peter Hartung, Präsident des Oppenheim-Förderpreises.

Dr. Ute Simon, Leiterin des Bereichs klinische Forschung, begrüßte im Namen von Novartis die Teilnehmer. Sie unterstrich das große Engagement des Unternehmens in der Spitzenforschung. Schon seit Jahren sei Novartis Deutschland „Weltmeister der klinischen Forschung“.

Ehemalige Preisträger berichteten über ihre Projekte

Mit besonderer Spannung verfolgten die Gäste im Anschluss den Fortschritt zweier Projekte, die in den vergangenen Jahren mit dem Oppenheim-Förderpreis ausgezeichnet wurden: Frau PD Dr. Kerstin Hellwig (Bochum), Preisträgerin des Oppenheim-Förderpreises 2011, referierte über „Multiple Sklerose und Schwangerschaft“. Sie baut seit mehreren Jahren ein entsprechendes Register auf, dessen Analyse langfristig die Betreuung der MS-Betroffenen mit Kinderwunsch verbessern soll. Herr Patrick Frambach (Jena), Mitarbeiter der Preisträgerin aus 2012 und Frau Dr. Alexandra Kretz, berichteten über zellintrinsische Faktoren der axonalen Regeneration. Insbesondere ging er auf die Regulation des Faktors NF-κB ein, auf die Neuro-Immunität, Plastizität und Apoptoseresistenz.

Dr. Ute Simon
Dr. Ute Simon, Leiterin Klinische Forschung, Novartis, betonte bei ihrer Begrüßung das große Engagement des Unternehmens für die Spitzenforschung.

Der Blick über den Tellerrand: Innovative Ansätze in der Weltraumforschung

Es ist immer eine gute Idee, Dinge aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Der freie Wissenschaftsjournalist Herr Stefan Geier, Autor und Moderator für die Hörfunk- und Fernsehprogramme der ARD, ORF und arte, stellte innovative Ansätze in der Weltraumforschung vor und regte bei dieser Gelegenheit an, über einen Paradigmenwechsel in der Wissenschaft nachzudenken.

Am Freitag eröffnete Prof. Dr. Karenberg, Professor für Geschichte der Medizin an der Universität zu Köln, den wissenschaftlichen Diskurs über berühmte Persönlichkeiten mit Multipler Sklerose und deren Geschichte. Anschließend gab Dr. Marc Brinkman, Leiter des Indikationsbereiches Neurologie eine kurzen Einblick in die Pipeline des Bereichs Neuroscience von Novartis.

Breites Themenspektrum: Zehn Kurzvorträge und umfangreiche Postersession

Angeregte Diskussionen zwischen Experten und jungen Nachwuchswissenschaftlern entwickelten sich sowohl nach zehn Kurzvorträgen zu aktuellen Neuroscience-Themen sowie bei der anschließenden Postersession. Diese deckte mit insgesamt 36 Beiträgen eine breites Themenspektrum ab: von Emotionsverarbeitung von Patienten mit MS, über neue präklinische Tiermodelle und klinische Prüfungen, bis hin zu epidemiologischen Erhebungen von Schlafstörungen bei MS-Patienten.

Höhepunkt: Verleihung des Oppenheim-Förderpreises

Den Höhepunkt des Research Day MS 2016 bildete die feierliche Verleihung des 6. Oppenheim-Förderpreises 2015 an Frau Dr. Helena Radbruch (Preisträgerin in der Kategorie Klinik) aus Berlin, und Herrn Dr. Klaus Lehmann-Horn (Preisträger in der Kategorie Präklinik) aus München.

Auditorium
Etwa 100 Gäste folgten der Einladung von Novartis zum Research Day MS 2016 nach Berlin. Im Fokus stand der wissenschaftliche Austausch von Spezialisten und dem akademischen Nachwuchs.

Postersession
Die umfangreiche Postersession deckte ein breites Themenspektrum ab. Von neuen präklinischen Tiermodellen und klinischen Studien bis hin zu epidemiologischen Erhebungen bei MS-Patienten.

Dr. Helena Radbruch
Dr. Helena Radbruch, Charité Berlin, erhielt den Oppenheim-Förderpreis für Multiple Sklerose in der Kategorie „Klinik“ für ihr anspruchsvolles Projekt zur Charakterisierung von inflammatorischen JCV-Infektionen des ZNS.

Dr. Klaus Lehmann-Horn
Der Preisträger in der Kategorie Präklinik., Dr. Klaus Lehmann-Horn, Technische Universität München, stellt sein Projekt zur Untersuchung der Rolle von B-Zell-Agglomerationen bei sekundär progredienter MS vor.