Research Day MS 2014/2015:
Der wissenschaftliche Nachwuchs im Fokus

Interessante Vorträge und spannende Diskussionen machten den Research Day MS, der am 22. und 23. Januar 2015 stattfand, auch in diesem Jahr zu einem gelungenen Informations- und Austauschforum für junge Nachwuchswissenschaftler und Experten aus dem Bereich Multiple Sklerose. Darüber hinaus bildete der Research Day einen würdigen Rahmen für die Ehrung der Gewinner des diesjährigen Oppenheim-Förderpreises für Multiple Sklerose. Anlässlich des 5-jährigen Jubiläums des in der Fachwelt bereits fest etablierten Preises wurde die Auszeichnung in Berlin verliehen, der ehemaligen Wirkungsstätte Hermann Oppenheims.

Preisträger 2014
Die Preisträger Louisa Nitsch und Dr. Clemens Warnke, ausgezeichnet mit dem 5. Oppenheim-Förderpreis für Multiple Sklerose für ihre herausragenden Forschungsprojekte (v.l.n.r.: Dr. Thomas Welsh, Novartis; Prof. Dr. Reinhard Hohlfeld, München; Prof. Dr. Lothar Färber, Novartis; Prof. Dr. Hans-Peter Hartung, Düsseldorf; Dr. Clemens Warnke, Düsseldorf; Louisa Nitsch, Bonn; Prof. Dr. Frauke Zipp, Mainz; Dipl. med. Anne-Kathrin Adloff, Novartis; Dr. Alexander Fuchs, Novartis).

Mit besonderer Spannung verfolgten die Gäste zunächst den Fortschritt zweier Projekte, die in den vergangenen Jahren mit dem Oppenheim-Förderpreis ausgezeichnet wurden. Prof. Dr. Dr. Sven Meuth (Münster), einer der Preisträger des ersten Oppenheim-Förderpreises 2010, gewährte den Anwesenden einen aktuellen Einblick in die Rolle der Ionenkanäle in der autoimmunen Neurodegeneration. Prof. Dr. Achim Gass (Mannheim), Preisträger im Jahr 2011, berichtete über MRT-basierte bildgebende Verfahren in der MS mit Schwerpunkt auf der double inversion recovery Technik. Einen interessanten Kontrast dazu bot Prof. Dr. Franz-Josef Lübken vom Leibnitz Institut für Atmosphärenphysik, der die Zuhörer in seinem Festvortrag zum „Paradigmenwechsel in der Wissenschaft“ auf eine Reise in die „Ignorosphäre“ entführte und damit einen Blick über den Tellerrand der Neurologie hinaus ermöglichte. Passend zum Jubiläumsjahr des Oppenheim-Förderpreises widmete Prof. Dr. Lothar Färber, Medizinischer Direktor der Novartis Pharma GmbH, seinen Vortrag dem Leben und Wirken von Herman Oppenheim. Mit seinen Forschungen förderte er maßgeblich die Anerkennung der Neurologie als eigene Disziplin.

Anlass für kritische Reflektionen und angeregte Diskussionen zwischen Experten und jungen Nachwuchswissenschaftlern lieferten 13 Impulsvorträge zu aktuellen Neuroscience-Themen sowie eine Postersession, die mit insgesamt 40 Beiträgen eine breite Thematik umfasste: von innovativen Ansätzen zur Pathogenese, über neue präklinische Tiermodelle und klinische Prüfungen, bis hin zu epidemiologischen Erhebungen der MS.

Den Höhepunkt des Research Day MS 2014/15 bildete die feierliche Verleihung des 5. Oppenheim-Förderpreises 2014 an Louisa Nitsch (Preisträgerin in der Kategorie Präklinik) aus Bonn, und Dr. Clemens Warnke (Preisträger in der Kategorie Klinik) aus Düsseldorf.

Preisträger 2013
Der Research Day MS 2014/15 bietet ein Forum für den Wissensaustausch zwischen Nachwuchswissenschaftlern und Experten.

Preisträger 2013
Etwa 100 Gäste kamen zum Research Day MS 2014/15 nach Berlin. Sie erwarteten interessante Vorträge und spannende Diskussionen.

Preisträger 2013
Die umfangreiche Ausstellung mit über 40 Postern zu aktuellen Studien und Projekten aus dem Bereich Neuroscience bot Anlass für einen intensiven Austausch der Teilnehmer.

Preisträger 2013
Prof. Dr. Lothar Färber, Medizinischer Direktor der Novartis Pharma GmbH, schilderte in seinem Vortrag das Leben und Wirken von Herman Oppenheim.

Preisträger 2013
Prof. Dr. Färber im Gespräch mit den beiden Preisträgern des Oppenheim-Förderpreises 2014: Dr. Clemens Warnke (li.) und Louisa Nitsch.

Preisträgerin des Oppenheim Förderpreises, Louisa Nitsch
Die bisher jüngste Preisträgerin des Oppenheim Förderpreises, Louisa Nitsch, Assistenzärztin am Universitätsklinikum Bonn, forscht gemeinsam mit ihren Kollegen an der Bedeutung des Signalmoleküls Interleukin-23 (IL-23) in der Pathogenese der MS.