Spitzenforschung für eine hochkomplexe Erkrankung: 5. Oppenheim-Förderpreis für Multiple Sklerose verliehen

Bereits zum 5. Mal verlieh Novartis den Oppenheim-Förderpreis für Multiple Sklerose. Die Verleihung des mit insgesamt 100.000 Euro dotierten Preises fand am 18. September 2014 anlässlich des 87. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Neurologie statt. Jeweils die Hälfte des Preisgeldes ging an ein Projekt der Klinik und der Präklinik. Ein unabhängiger wissenschaftlicher Beirat sowie ein Kuratorium bewerten die eingereichten Projekte jedes Jahr nach ihrem Innovationsgehalt, nach wissenschaftlicher Kohärenz, Relevanz und bisherigen Publikationen. „Der Oppenheim-Förderpreis ist in der Wissenschaft mittlerweile hoch anerkannt, was sich auch in der Qualität und der Zahl der eingereichten Förderanträge zeigt“, so Prof. Dr. Lothar Färber, Medizinischer Direktor der Novartis Pharma GmbH. Dieses Jahr durften das Kuratorium und der wissenschaftliche Beirat insgesamt 22 Anträge bewerten. Das ist die höchste Zahl seit der ersten Ausschreibung des Preises im Jahr 2010.

Kuratorium kürt zwei innovative, hochrelevante Projektideen

In der Kategorie „Klinik“ entschied sich die Jury für das Forschungsvorhaben von Dr. Clemens Warnke, Arzt und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Universitätsklinikum Düsseldorf. Mit dem Projekt „Der Effekt von Fingolimod auf das T-Zellrezeptorrepertoire (TCR-Repertoire) bei Patienten mit Multipler Sklerose“ wollen der in München geborene Wissenschaftler und sein Team unter anderem die Wirkungsweise von Fingolimod näher entschlüsseln und neue Erkenntnisse zur Immunpathogenese der MS gewinnen. Ist eine Fingolimod-induzierte Veränderung des TCR-Repertoires möglicherweise eines der zentralen Wirkmechanismen dieser Therapie? Lassen sich über verschiedene Individuen hinweg ähnliche Expansionsmuster erkennen? Kuratorium und wissenschaftlicher Beirat sind davon überzeugt, dass dieser innovative Ansatz die bisherigen Erkenntnisse zur MS-Therapie bereichern wird.

Auch bei Preisträgerin Louisa Nitsch war sich die Jury einig – als bisher jüngste Antragsstellerin gewinnt die Assistenzärztin am Universitätsklinikum Bonn den Oppenheim-Förderpreis in der Kategorie „Präklinik“. Die junge Wissenschaftlerin forscht gemeinsam mit ihren Kollegen an der Bedeutung des Signalmoleküls Interleukin-23 (IL-23) in der Pathogenese der MS. Mit dem Fördergeld möchten sie ein transgenes Mausmodell mit ZNS-spezifischer Synthese näher charakterisieren. Dies soll dazu beitragen, die Funktion des IL-23 in entzündlichen ZNS-Erkrankungen zu entschlüsseln. Beirat und Kuratorium sind von der hohen wissenschaftlichen Relevanz dieses Projekts überzeugt. „Mit ihrem Antrag widmet sich Louisa Nitsch einer hoch aktuellen Fragestellung aus der experimentellen Neuroimmunologie“, freute sich Kuratoriumsmitglied Prof. Dr. Reinhard Hohlfeld, LMU München.

Die Preisträger werden ihre Projekte beim Novartis Research Day Multiple Sklerose am 22. und 23. Januar 2015 in Berlin vorstellen.



Verleihung des fünften Oppenheim-Förderpreises für Multiple Sklerose am 18. September 2014 im Rahmen der DGN-Jahrestagung in München.

Vorne mit Urkunde: Die Preisträger Dr. Clemens Warnke, Universitätsklinikum Düsseldorf, und Louisa Nitsch, Universitätsklinikum Bonn.
Hinten v. li.: Die Jury-Mitglieder Prof. Dr. Hans-Peter Hartung, Düsseldorf, Prof. Dr. Reinhard Hohlfeld, München, Prof. Dr. Frauke Zipp, Mainz, sowie die Vertreter des Unternehmens Novartis Dr. Alexander Fuchs, Leiter der klinischen Forschung im Bereich Spezialitäten-Medizin, Dr. Thomas Welsh, Medical Scientific Manager, und Dipl. med. Anne-Kathrin Adloff, Medical Scientific Manager.