2x Gold, 1x Bronze: Dritter Oppenheim-Förderpreis für Multiple Sklerose beim DGN in Hamburg verliehen

Ob Präklinik, klinische Anwendung oder Diagnose – auch in diesem Jahr unterstützt der Oppenheim-Förderpreis für Multiple Sklerose innovative Projektvorschläge aus allen Bereichen der MS-Forschung, die neue Erkenntnisse versprechen. Im Jahr 2012 gab es dennoch eine Besonderheit, die nichtzuletzt für die hohe Qualität der eingereichten Projektanträge spricht: Denn zwei junge Nachwuchsgruppen konnten die hochkarätige Jury und den interdisziplinär besetzten Expertenbeirat in gleichem Maße von ihren Projektideen überzeugen. „Wenn beide Titelaspiranten absolut gleich gut sind, fällt die Silbermedaille weg. Das ist eine sportlich saubere Lösung“, kommentierte Prof. Dr. Hans-Peter Hartung, Düsseldorf, die Ausnahmeregel bei der Preisverleihung am 27.9. im Rahmen der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) in Hamburg. Demzufolge verliehen der Jury-Vorsitzende Hartung gemeinsam mit den die Jury-Mitgliedern Prof. Dr. Frauke Zipp, Mainz, und Prof. Dr. Reinhard Hohlfeld, München, zwei Nachwuchsgruppen den ersten Preis in Höhe von je 40.000 Euro. Eine junge Forscherin erhielt den dritten Preis und damit 20.000 Euro.

Der Medaillenspiegel: Düsseldorf und Münster liegen vorn

Einer der beiden ersten Plätze ging an die Biologin Prof. Dr. Stefanie Scheu, Leiterin einer Emmy-Noether-Nachwuchsgruppe und Inhaberin der Professur für Molekulare Infektionsimmunologie am Institut für Medizinische Mikrobiologie und Krankenhaus-hygiene der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, für ihre Arbeit „Visualisierung und funktionelle Analyse von IFNβ-produzierenden Zellen in einem Mausmodell der Multiplen Sklerose als Grundlage für die Entwicklung neuer Therapieansätze“. Ebenfalls auf das oberste Treppchen und damit in den Genuss von 40.000 Euro Fördermitteln kommt das Team um die Biologin Dr. Stephanie Hucke und die Neurologin PD Dr. Luisa Klotz von der Klinik und Poliklinik für Neurologie, Abteilung für entzündliche Erkrankungen des Nervensystems und Neuroonkologie am Universitätsklinikum Münster. Sie erhalten den Oppenheim-Förderpreis für ein Projekt zur „Bedeutung von Perizyten in der Modulation der Immunzelltransmigration an der Blut-Hirn-Schranke im Rahmen der ZNS-Autoimmunität“.
Mit dem Projekt „Untereinheit-spezifische und zellautonome Bedeutung von NF-β für die Ausbildung klinischer und histopathologischer Prägnanztypen der Multiplen Sklerose“ belegt Dr. Alexandra Kretz vom Multiple-Sklerose-Zentrum der Hans-Berger-Klinik für Neurologie am Universitätsklinikum Jena den dritten Platz.

Die Preisträger stellten beim Novartis Research Day (22.11. und 23.11.) ihre Projekte vor.



Verleihung des Oppenheim-Förderpreises für Multiple Sklerose am 27. September anlässlich der Tagung der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) in Hamburg: Vorne v. li: PD Dr. Luisa Klotz, Dr. Stefanie Hucke (beide Universitätsklinikum Münster), Magdalena Kocur (i. V. Prof. Dr. Stefanie Scheu, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf), Dr. Alexandra Kretz (Universitätsklinikum Jena)
Hinten v. li: Dr. Ferencz Tracik (Novartis), Jury-Mitglied Prof. Dr. Reinhard Hohlfeld (LMU München), Jury-Vorsitzender Prof. Dr. Hans-Peter Hartung (Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf), Beiratsmitglied Prof. Dr. Wolfgang Herrmann Örtel (Universität Marburg), Prof. Dr. Stefan Schwab (Universitätsklinikum Erlangen), Dr. Matthias Meergans (Novartis).