Rückblick Oppenheim-Förderpreis für Multiple Sklerose 2011

Oppenheim-Förderpreis für Multiple Sklerose zum zweiten Mal verliehen

Der größte deutschsprachige Neurologenkongress bildete in diesem Jahr erstmals den würdigen Rahmen für die Verleihung des „Oppenheim-Förderpreis für Multiple Sklerose“. Ausgezeichnet wurden drei Nachwuchswissenschaftler, deren innovative Projektideen die hochrangige Expertenjury überzeugten. Nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr wurde der Oppenheim-Förderpreis 2011 zum zweiten Mal ausgeschrieben. Egal ob Präklinik, klinische Anwendung oder Diagnose – gefragt waren innovative Projektvorschläge aus allen Bereichen der MS-Forschung, die neue Erkenntnisse versprechen. Unter insgesamt 20 Einsendungen entschied sich die Jury, bestehend aus Prof. Dr. Hans-Peter Hartung, Prof. Dr. Frauke Zipp, Universität Mainz, und Prof. Dr. Reinhard Hohlfeld, Universität München, nach den Kriterien Innovationscharakter, Originalität sowie Passgenauigkeit zur Thematik. Die Entscheidung fiel letztlich einhellig für die folgenden drei Nachwuchsforscher:

 

Dr. Markus Krumbholz vom Institut für Klinische Neuroimmunologie erhielt den mit 50.000 Euro dotierten 1. Preis für sein Forschungsprojekt „Funktionelle Bedeutung und Regulation des BAFF-/APRIL-Systems im ZNS bei der Multiplen Sklerose“.

Den zweiten Platz und damit 30.000 Euro erhielt PD Dr. Kristina Szabo, Oberärztin an der Neurologischen Klinik Mannheim der Universität Heidelberg, zusammen mit ihrem Kollegen Prof. Dr. Achim Gass und dem Projektpartner Dr. Matthias Kraemer vom Neurologischen Therapiecentrum Köln für ihre „Untersuchungen zur Entwicklung der Hirnatrophie mit voxelbasierten Analysemethoden“.

Der dritte Platz und damit 20.000 Euro gingen an Dr. Kerstin Hellwig und Dr. Carsten Lukas vom St. Josef Hospital, Bochum, für ihr Projekt „Kinderwunsch und Multiple Sklerose: ‚Stillt‘ Muttermilch auch die postpartale Schub- und Kernspinaktivität?“

Im Rahmen des Novartis Research Day am 26.10. und 27.10.2011 stellten die Nachwuchsforscher ihre Projekte vor. Außerdem gaben die Preisträger des letzten Jahres einen Einblick in den aktuellen Stand ihrer Forschungsvorhaben.




Die Preisträger 2011: Dr. Kerstin Hellwig (2. v. l.), Dr. Markus Krumbholz (3. v. l.) und PD Dr. Kristina Szabo (4. v. l.). Dr. Ferenc Tracik (links), Prof. Dr. Hans-Peter Hartung (3. v. r.), Prof. Dr. Frauke Zipp und Prof. Dr. Reinhard Hohlfeld (v. l.) gratulierten.