Rückblick Oppenheim-Förderpreis für Multiple Sklerose 2010

Premiere auf Schloss Reichenschwand bei Nürnberg: Im Jahr 2010 wurde der Oppenheim-Förderpreis für Multiple Sklerose (MS) erstmals an junge Wissenschaftler vergeben, deren innovative Forschungsideen wichtige Erkenntnisse im Bereich MS versprechen. „Wir möchten mit dem Oppenheim-Preis gezielt junge Ärzte und Wissenschaftler ermuntern und unterstützen, ihre eigenen Ideen zu verwirklichen“, sagte Prof. Dr. Lothar Färber bei der Eröffnung der feierlichen Preisverleihung am 27. November.

Das Thema der ersten Ausschreibung lautete „Neuroprotektion und Neuroregeneration“. Nach Ansicht des Jury-Vorsitzenden Prof. Dr. Hans-Peter Hartung, Universität Düsseldorf, eine wichtige Komponente der MS, deren Entschlüsselung wertvolle Hinweise für eine zukünftige Behandlung der MS liefern könne.

Unter den insgesamt 21 Einsendungen entschied sich die Jury, bestehend aus Prof. Dr. Hans-Peter Hartung, Prof. Dr. Frauke Zipp, Universität Mainz, und Prof. Dr. Reinhard Hohlfeld, Universität München, einstimmig für die folgenden drei Nachwuchsforscher:


Prof. Dr. Orhan Aktas, Universitätsklinikum Düsseldorf, erhielt den ersten Preis (50.000 Euro) für sein Forschungsprojekt „Energiemangel und oxidativer Stress als Ursache der chronischen axonalen Degeneration bei der MS“.

 


Dr. Manuel A. Friese vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf belegte den zweiten Platz (dotiert mit 30.000 Euro) für sein Projekt zur Identifizierung neuer Kandidatenmoleküle zur Abmilderung der neurodegenerative Phase der MS.

 

 

 

 

 

Der dritte Platz und damit 20.000 Euro gingen an die Forschungsgruppe von Prof. Dr. Dr. Sven G. Meuth und Dr. Kerstin Göbel von der Universität Münster sowie PD Dr. Christoph Kleinschnitz von der Universität Würzburg für ihren Projektvorschlag „Das plasmatische Blutgerinnungssystem als innovative neuroprotektive Zielstruktur bei der MS“.

 


Strahlende, ausgezeichnete Nachwuchsforscher: Prof. Dr. Orhan Aktas, Dr. Kerstin Göbel und Dr. Manuel A. Friese (v. l.) erhielten am 27. November 2010 den Oppenheim-Förderpreis für Multiple Sklerose für ihre innovativen und vielversprechenden Forschungsideen. Prof. Dr. Frauke Zipp, Prof. Dr. Hans-Peter Hartung, Dr. Ferenc Tracik, Alfred Bein und Prof. Dr. Lothar Färber (hintere Reihe v. l.) gratulierten.